Herkömmliche Wirkstoffe in Haarwuchsmittel

Minoxidil:

Labor_12_bearbDer zurzeit am meisten verbreitete,  den Haarwuchs fördernde Wirkstoff ist Minoxidil. Minoxidil ist ein Wirkstoff, der ursprünglich zur Blutdrucksenkung entwickelt wurde. Der Wirkmechanismus bei Haarausfall ist jedoch nicht genau bekannt. Minoxidil ist als äußerlich anzuwendendes Haarwuchsmittel zugelassen, weil bei der Anwendung bei Blutdruckpatienten als Nebenwirkung ein verstärktes Haarwachstum festgestellt wurde. Minoxidil kann den Haarwuchs verbessern und wirkt in vielen Fällen. Die Erfolgsaussichten sind am besten, wenn nur kleinen Kopfhautflächen betroffen sind und der Haarausfall noch nicht lange besteht.

Bekannte mögliche Nebenwirkungen von Minoxidil sind unter anderem:

  • Hautreizungen
  • Jucken
  • Hautentzündungen
  • Haarwuchs an nicht erwünschten Stellen (Hypertrichose)
  • Anstieg der Herzfrequenz

Finasterid:

Finasterid ist ausschließlich für Männer geeignet und hat eine belegte Wirkung gegen Haarausfall. Finasterid ist (in Deutschland) ein rezeptpflichtiges Arzneimittel, hemmt das Enzym 5-alpha-Reduktase, wurde ursprünglich bei Prostataerkrankungen eingesetzt und gilt als synthetisches Steroid. Finasterid verhindert die Umwandlung des Sexualhormons Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT), dem Hormon das die Haarwurzel angreift. Bei Absetzen des Präparates kann hingegen auch die Wirkung gegen Haarausfall wieder entsprechend verloren gehen.

Bekannte mögliche Nebenwirkungen von Finasterid sind bei Männern unter anderem:

  • Erektionsstörungen
  • Brustwachstum
  • Depressionen
  • Eine Brustkrebsgefahr kann laut der britischen „Medicines and Healthcare products Regulatory Agency“ (MHRA) nicht ausgeschlossen werden.

Dutasterid hat eine ähnliche Wirkweise wie Finasterid.

Weitere in Haarwuchsmitteln verwendete Wirkstoffe:

Neben Minoxidil und Finasterid gibt es noch weitere Wirkstoffe, die in Haarwuchs fördernden Produkten verwendet werden. Im Vergleich zu Minoxidil und Finasterid liegen bei diesen Substanzen bislang noch unzureichende wissenschaftliche Daten für die Beurteilung einer dauerhaften Behandlung vor:

Hier mehr lesen über die wissenschaftliche Studie vom Stop&Grow PHT-Wirkstoffkomplex der Universitätsklinik Lübeck